Verfasst von: Dietmar | September 25, 2008

DrJava – eine einfache Entwicklungsumgebung für Anfänger

Heute geht es um die IDE (integrated development environment – integrierte Entwicklungsumgebung), mit der ich meine ersten Schritte unter Java unternommen habe. Es ist keine IDE mit vielen tollen Funktionen, auch Autovervollständigung ist nicht enthalten. Die Benutzeroberfläche ist jedoch extrem übersichtlich, weswegen sich das Programm sehr gut für Java-Anfänger eignet.

DrJava Screenshot 1

DrJava Screenshot 1 - Quelle: http://www.drjava.org

Auf www.drjava.org gibt es mehrere Pakete zum Herunterladen: eine Windows-Applikation, eine Mac-Applikation und eine jar-Datei. Mein Favorit ist die Jar-Datei. Die braucht man nur herunterladen und anklicken. Völlig unabhängig vom Betriebssystem. Die J2SE sollte installiert sein. Meine Dozenten haben was erzählt, sie hätten schon mit Java Version 6 in Verbindung mit DrJava Probleme gehabt und ziehen deswegen Version 5 vor, diese Probleme kann ich jedoch mit der aktuellsten Version bei mir nicht nachvollziehen.

DrJava Einstellungen

DrJava Einstellungen

Beim ersten Start ist es ganz wichtig, unter Edit -> Preferences -> Resource locations anzugeben, wo sich die Datei tools.jar befindet. Nur so kann DrJava richtig funktionieren. Das im Screenshot ist, wo das bei mir unter ubuntu liegt. Bei euch ist das möglicherweise ganz anders.

DrJava nimmt einem beim Programmieren ein wenig was mit der Einrückung ab, wenn man Klammern öffnet und schließt. Das ist schonmal sehr schön. Eine Funktion, die mir aber mit Abstand am Besten gefällt ist das „Interactions“ panel. Hier kann man richtig schön mit Java rumspielen. Wenn man kleine Eigenheiten und Eigenschaften von Java ausprobieren möchte, dann ist das eine sehr angenehme Sache.

Java interaktiv mit DrJava

Java interaktiv mit DrJava

Wie man sieht, kann man Java Kommandos eingeben, die sofort ausgeführt werden. Wenn man die ganzen Variablen und so wieder los haben möchte, dann klickt man einfach ganz oben in der Menüleiste auf „Reset“, dann wird das ganze Interactions panel samt Inhalt und Variablen zurückgesetzt.

Man kann auch Projekte mit DrJava anlegen, wenn man das macht, bekommt man die Möglichkeit, relativ einfach Jar-Dateien zu erstellen.

Alles in allem kann ich DrJava für Leute empfehlen, die Java lernen möchten. Für den Anfang ist nicht mehr als nötig zu sehen, so kann man auch nicht durch eine überladene Oberfläche verwirrt werden. Einfache shell-Programme laufen direkt im interactions panel ab. Meist kann man dann auch Programme, die nicht ganz wie geplant laufen mit dem Reset-Knopf in der Menüleiste beenden. Nachdem ich ein Semester Java hinter mir hatte, habe ich allerdings angefangen statt mit DrJava mit Eclipse und später NetBeans zu programmieren. Ich bereue jedoch nicht, am Anfang mit DrJava gearbeitet zu haben.

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Verfasst von: Dietmar | September 14, 2008

Bluetooth unter Ubuntu 8.04 und unter Windows mobile

Wenn man davon ausgeht, dass für bestimmte Dinge die Unterstützung unter Linux/Ubuntu noch nicht oder kaum gewährleistet ist, dann kann man immer wieder angenehme Überraschungen erleben. So wie ich neulich wieder einmal. Ich habe einen class2 Bluetooth USB-Adapter von Delink, den ich benutze, um zwischen Windows 2000 und meinem Windows mobile Gerät Daten auszutauschen. Nun habe ich interessehalber den Bluetooth-Adapter an mein Ubuntu Laptop angeschlossen und geschaut, was passiert.

Oben in der Startleiste hatte ich sofort ein kleines Bluetooth Icon. Hierauf kann man mit der rechten Maustaste klicken und dann auf „Einstellungen“. Diese Einstellungen sind nötig, damit man erfolgreich Dateien über Bluetooth übertragen kann.

Hier erstmal Screenshots von den Einstellungen meines Ubuntu-Laptops:

allgemeine Bluetooth-Einstellungen

allgemeine Bluetooth-Einstellungen

In den Einstellungen unter „Allgemein“ braucht „Receive files from remote devices“ NICHT ausgewählt sein, damit man Dateien über Bluetooth empfangen kann. Mehr dazu weiter unten.

weitere Einstellungen für Bluetooth

weitere Einstellungen für Bluetooth

Interessant sind auch die Einstellungen, die einem unter dem „Adapternamen“ angeboten werden. Der Adaptername lautet in meinem Fall Rechnername-0. Die Einstellung „Andere Geräte können eine Verbindung aufbauen“ funktioniert wunderbar, solange man vom Ubuntu-Rechner aus nur Dateien verschicken will. Wenn man welche empfangen will, dann sollte das sendende Gerät entweder den Bluetooth-Namen des Rechners schon kennen, oder man muss die zweite Einstellung wählen: „Sichtbar und bereit, Verbindungen anzunehmen“.

Nun aber zu den Einstellungen unter Windows Mobile:

Bluetooth unter Windows mobile 6

Bluetooth unter Windows mobile 6

Im Com-Manager unter den Bluetooth-Einstellungen ist Ähnliches zu finden wie unter Ubuntu. Wenn „Dieses Gerät (…) sichtbar machen“ nicht angekreuzt ist, dann wird der Datenempfang dadurch erschwert, dass nur Geräte senden können, die das Win mobile Gerät schon „kennen“. Im Normalfall empfiehlt es sich, dies kurz anzukreuzen und nach dem Übertragen der Dateien Bluetooth komplett zu deaktivieren.

Einstellungen für Datenempfang unter Win mobile 6

Einstellungen für Datenempfang unter Win mobile 6

Wesentlich gemeiner versteckt ist eine wichtige Option, die den Datenempfang über Bluetooth überhaupt erst ermöglicht. Unter „Start -> Einstellungen -> Verbindungen -> Datenempfang“ muss „Alle eingehenden Daten empfangen“ aktiviert sein, sonst können keine Dateien vom Win Mobile Gerät empfangen werden.

Datentransfer von Ubuntu nach Win Mobile

Dies ist der einfachere Teil der ganzen Geschichte. Einfach die oben erklärten Einstellungen am Win Mobile Gerät vornehmen und dieses auch für andere Geräte erkennbar machen.

Datei über Bluetooth senden

Datei über Bluetooth senden

Mit der rechten Maustaste die Datei anklicken, „senden an“ wählen, Bluetooth auswählen und das Gerät, an das man die Datei senden möchte. Das war’s schon.

Datentransfer von WinMobile nach Ubuntu

Diese Richtung hat mich einiges Kopfzerbrechen gekostet. Man muss das Paket gnome-bluetooth nachinstallieren! (mittels Synaptic)

Ist dies installiert, so hat man im Startmenü unter „Anwendungen -> Zubehör“ ein Programm namens „Bluetooth Dateiverteilung“. Dieses Programm muss man starten, danach steht in der Startleiste ein neues Symbol zur Verfügung (im Screenshot rot unterstrichen). Nun kann man ganz normal an den Ubuntu-Rechner Dateien senden, die standardmäßig auf dem Desktop abgespeichert werden.

Verfasst von: Dietmar | August 27, 2008

JabRef – freie Literarurverwaltung für LaTeX & Co.

Wer sich schon einmal mit Literaturverweisen unter LaTeX auseinandergesetzt hat, dem wird sicher BibTex ein Begriff sein. Der einzige Nachteil von BibTex ist – zumindest für mich – dass es überhaupt keinen Spaß macht, sich auch noch in dieses Dateiformat so weit einzuarbeiten, dass man die Dateien selbst pflegen kann.

Diese lästige Arbeit kann man sich von JabRef abnehmen lassen. JabRef bietet eine graphische Oberfläche für eben dies und kann auch Dateien von anderen Literaturverwaltungsprogrammen importieren. Es ist in Java geschrieben und auch als .jar-Datei herunterladbar. Der Vorteil ist, dass man nur noch auf die Datei klicken muss und loslegen kann. Keine Installation notwendig, ein und dieselbe Datei läuft unter Windows wie Linux und wo sonst noch Java verfügbar ist.

JabRef unter Ubuntu 8.04

JabRef unter Ubuntu 8.04

Man kann beim Anlegen einer Quelle auch festlegen, ob es ein Buch, Artikel oder was auch immer sein soll. Dementsprechend werden Eingabefelder zur Verfügung gestellt, die man bequem ausfüllen kann. Die Daten selbst werden dann direkt als BibTex Datei gespeichert. Man braucht dann bloß noch unter LaTeX angeben, wo das Zeug liegt.

Es ist in gewissem Maße sogar möglich, von PubMed, CiteSeer und IEEEXplore zu importieren, bei den meisten Diensten braucht man entweder eine URL oder eine ID, was den Besuch der jeweiligen Seite erforderlich macht. Bei IEEEXplore kann man direkt einen Suchbegriff eingeben und sieht das Resultat direkt in JabRef. Das kann für manche vielleicht sehr nützlich sein. Hier sind ein paar Beispiele zu sehen, das angezeigte Suchresultat stammt von IEEEXplore.

JabRef Internetsuche

JabRef Internetsuche

Wer also LaTeX macht und keine Lust hat, sich mit BibTex mehr als unbedingt nötig zu beschäftigen, der sollte sich dieses Programm unbedingt mal ansehen. Es lohnt sich wirklich. Auf der Projekt-Homepage ist zudem Dokumentationsmaterial vorhanden.

Hier nochmal die Adresse:  http://jabref.sourceforge.net/

In einem Sprachkurs wurde ich von einem anderen Kursteilnehmer auf eine sehr nette Software aufmerksam gemacht: jMemorize. jMemorize ist in Java geschrieben und unter der GPL veröffentlicht.

jMemorize arbeitet mit dem Leitner Karteikastensystem, was das beste System ist, das ich bisher kenne. Das Prinzip besteht darin, dass man einen in mehrere Fächer unterteilten Karteikasten hat. Der zu lernende Stoff ist auf Kärtchen geschrieben. Auf der Vorderseite quasi die Frage und auf der Rückseite die Antwort. Hat man die Antwort richtig, so kommt die Karte in das nächste Fach. Wenn nicht, kommt sie in das erste fach. Die Karten im ersten Fach werden täglich wiederholt, je weiter die Karten kommen, desto seltener werden sie wiederholt.

Es gibt auf der Homepage zwei Versionen zum Download: eine Version, die unter Windows installiert werden kann und eine Version als .jar-Datei. Letztere braucht nicht installiert werden und ist unter allen Betriebssystemen verwendbar, auch unter Windows.

jMemorize Screenshot

jMemorize Screenshot - Quelle: jMemorize.org

Einige Funktionen von jMemorize:

  • Wiederholungsplanung: jede Karte trägt einen internen Vermerk, wann sie das nächste mal wiederholt werden muss. Man braucht sich also nicht selbst darum zu kümmern.
  • Man kann ein gewisses Zeit-Pensum festlegen, das man mit Lernen verbringt. Wenn man also nicht länger als 20 Minuten lernen möchte, dann kann man das dem Programm vorher mitteilen.
  • Man kann alternativ auch festlegen, dass man maximal eine bestimmte Anzahl an Vokabeln abgefragt werden will.
  • Es gibt eine Suchfunktion, mit der man entweder die eine oder die andere oder beide Seiten der gerade geöffneten Kartei durchsuchen kann. Auf diese Weise kann man feststellen, ob man eine Vokabel schon in der Lektion hat, man kann das Programm aber auch als Wörterbuch benutzen.
  • Import von CSV-Dateien ist möglich, wer also schon eine Vokabelliste in Excel oder einem vergleichbaren Programm erstellt hat, wird sich darüber freuen.
  • Die Verwendung von anderen Alphabeten, als dem Englischen ist prinzipiell möglich, es kommt aber auf das Betriebssystem an, welches man verwendet. Auf der Homepage ist ein Wiki, welches Hilfestellung hierzu bietet.
  • Im Wiki auf der Seite sind auch schon ein paar Lektionen zum Download verlinkt.
  • Die Benutzeroberfläche ist standardmäßig in viele verschiedene Sprachen einstellbar, ohne dass zusätzliche Dateien installiert werden müssen.
  • Für PDAs ist die Software bislang leider nicht geeignet.

Alles in allem ist die Software durchaus einen Blick wert, wenn man gerade irgendwas lernen möchte. Ich persönlich habe mit vergleichbarer Software für’s Abitur auch Mathe und alles Mögliche gelernt. Man muss im Zweifel nur kreativ genug sein, bestimmte Formeln zu umschreiben.

Hier nochmal die Adresse der Projekt-Homepage: http://jmemorize.org/

Verfasst von: Dietmar | August 12, 2008

Von Windows aus auf die Linux-Partition zugreifen

Ok, ich habe lange überlegt, ob ich diese Software hier vorstellen soll. Da sie aber die Koexistenz von Linux und Windows auf ein und demselben Rechner so sehr erleichtert habe ich mich dafür entschieden, ausnahmsweise mal proprietäre Software vorzustellen.

Wer (wie ich) Linux und Windows auf dem gleichen Rechner installiert hat, der hat sich sicher auch schon gewünscht, von Windows aus auf die Dateien zuzugreifen, die auf der Linux-Partition liegen. Dies ist dank der Freeware ext2 IFS möglich. Es handelt sich hier um einen Treiber, mit dem Windows ext2 und ext3 Partitionen lesen und schreiben kann. Die unter Linux eingetragenen Zugriffsrechte werden zwar nicht beachtet, aber das halte ich für in den allermeisten Fällen verschmerzbar. Man kann die Linux-Partition(en) so einbinden, dass sie bei jedem Systemstart gleich unter Windows zur Verfügung stehen. Die Laufwerksbuchstaben darf man sich aussuchen.

Es kommt nur in wenigen Fällen zu Problemen. Einmal war mir unter Linux was abgestürzt und ich habe den Rechner nicht ordentlich heruntergefahren, bevor ich ihn ausgeschaltet habe. Danach habe ich Windows gebootet und siehe da, auf die Linux-Partition konnte nicht zugegriffen werden. Der gleiche Effekt ist wohl auch erzielbar, wenn Linux sich gerade im Ruhezustand befindet. Außerdem hatte ich vereinzelt schon Probleme, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis Umlaute im Namen enthält. Das sind aber noch Dinge, mit denen ich mich durchaus noch arrangieren kann. Es ist immerhin schon äußerst komfortabel, nicht neu booten zu müssen, wenn man gerade unter Windows arbeitet und eine Datei von der Linux-Partition braucht.

hier nochmal der Link zur Herstellerseite: www.fs-driver.org

Verfasst von: Dietmar | Juli 31, 2008

Hotmail, Google-Mail und co über Thunderbird nutzen

Ok, ich würde für mich bei keinem dieser beiden Anbieter meine eMails haben wollen, aber gut… 😉

Ich habe mich schon mit mehreren Hotmail-Nutzern unterhalten, die sich darüber beklagt haben, dass sie auf ihre eMails nur über den Webmailer oder über Outlook zugreifen können. Auf mozdev.org habe ich eine Erweiterung gefunden, mit dem man auch über Thunderbird auf folgende Webmailer zugreifen kann:

– Hotmail
– yahoo
– lycos
– mail.com
– google mail
– libero
– aol

Als erstes muss über die download-Seite die WebMail-Erweiterung installiert werden, zum Beispiel in dem man das herunterlädt und dann über tools -> add ons installiert (habe hier im Moment nur die englische Version von Thunderbird protable). Danach das Plugin für den Mail-Anbieter eurer Wahl.

Account anlegen nach der Installation des Plugins

Account anlegen nach der Installation des Plugins

Wie man sieht, ist hier eine neue Auswahlmöglichkeit hinzugekommen, wenn man einen neuen Account anlegen will. WebMail auswählen und weiter…

Wenn man einen Hotmail-Account hat, muss man als Benutzername die komplette eMail-Adresse eingeben, schon kann man problemlos seine eMails von Hotmail abrufen. Ich hatte noch das Problem. dass ich keine eMails verschicken konnte. Die Lösung lag darin, dass man erst noch die Einstellungen des Postausgangs-Servers bearbeiten muss und da als Benutzername auch die komplette Mail-Adresse eingeben muss. Bei mir hatte das „@hotmail.de“ gefehlt.

Von Hotmail heruntergeladene Mail

Von Hotmail heruntergeladene Mail

Die erste Mail, die ich con Hotmail heruntergeladen habe 🙂 Ihr könnt ruhig an die Adresse Mails schicken, ich werde mich da nie wieder einloggen 😛

Wie es aussieht, werden – zumindest standardmäßig – die heruntergeladenen Mails nicht vom Server gelöscht. Wollte ich nur mal darauf hingewiesen haben. Ansonsten hoffe ich, dass ich dem (/der) einen oder anderen von euch erleichtert habe, sein eMail-Postfach mit freier Software zu nutzen 😉

Verfasst von: Dietmar | Juli 27, 2008

Soll’n wir noch ne Currywurst essen? *brüll*

So oder so ähnlich war vor etwas über einem Jahr der Text einer Flash-Werbeanzeige einer Supermarktkette bei meinem eMail-Anbieter. Eines Tages saß ich ahnungslos im Büro am Rechner, habe mich gerade bei meinem eMail-Anbieter ausgeloggt, als völlig unerwartet mein Rechner in einer wahnsinns Lautstärke anfing, das Büro mit Werbung zu beschallen. Sowas ist an sich schon Belästigung genug, aber wenn man das Büro noch mit Anderen teilt, dann wirds richtig unangenehm. Grund genug, das abzuklemmen. Ich habe keine Lust, dass mir mein Webmail jedes mal mit Lärmbelästigung daher kommt. Auch Werbefinanzierung hat ihre Grenzen…

Für Alle, die wie ich von sowas genervt sind, aber nicht gänzlich auf Flash verzichten möchten, bzw. nicht die Lautsprecher dauernd ausgeschaltet halten möchten, gibt es ein tolles Plugin für Firefox: flashblock. Ich verwende es nun schon längere Zeit und bin sehr zufrieden damit. Flashblock ersetzt die ganzen Flash-Animationen mit einem schönen dezenten Rähmchen. Will man die Flash-Animation doch sehen, braucht man nur drauf zu klicken und sie wird geladen. Wenn man mit der rechten Maustaste draufklickt, hat man folgende Optionen:

Man kann also Seiten dauerhaft gestatten, Flash-Inhalte anzuzeigen. Das hat den Vorteil, dass man dann nicht jedes mal auf das nette Symbol klicken muss. In den Einstellungsdialog kommt man auch über Extras->Addons->Flashblock->Einstellungen.

Es sollte also kein Problem sein, hier versehentlich autorisierte Seiten zu entfernen. Ich habe diese Funktion allerdings noch nie gebraucht, da ich auf neuen Seiten immer erst eine Weile auf die ganzen Dinger klicke, bis ich mir sicher bin, dass ich die Flash-Animationen auch haben will 🙂

Wer das Plugin auch haben möchte, kann es hier bekommen: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/433

Ich wünsche noch ruhiges Surfen! 😉

Verfasst von: Dietmar | Juli 15, 2008

Präsentieren mit Lack und Leder – Teil 2

Nachdem die Folien, die wir neulich erstellt haben noch ziemlich langweilig ausgesehen haben, werde ich heute eine einfache Möglichkeit zeigen, wie man Präsentationen mit LaTeX optisch ein wenig ansprechender gestalten kann. Als Basis dient folgender Code-Schnipsel:

%aha, wir haben es mit dem beamer-Paket zu tun…
\documentclass{beamer}

%eigentlich nichts Anderes, als bei anderen LaTeX-Dokumenten
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

%und so bindet man ein theme ein
\usetheme{NAME}

\begin{document}

% man kann einen frame mit \frame{} kennzeichnen
\frame{
%mit diesem Kommando erzeugt man eine Titelseite
\titlepage
}

%man kann aber auch einen Frame mit begin und end kennzeichnen
\begin{frame}
Dies ist die erste Folie meiner tollen \LaTeX-Pr\“asentation.
\end{frame}

\end{document}

Das Beamer-Paket liefert nämlich schon einige so genannte „themes“ mit, mit denen man im Handumdrehen die Optik seiner Präsentation aufpeppen kann. Einfach in oben genannter Zeile \usetheme{NAME} den Namen des themes eingeben, so wie ich ihn unten anführe. Hinterher sieht die Präsentation dann so aus, wie in den Vorschaubildern. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Übrigens: wenn ihr im Internet ein hübsches Theme findet, dann könnt ihr es auch direkt in das Verzeichnis der Datei kopieren, die ihr kompiliert. Anschließend auf die gleiche Weise wie eben beschrieben den Theme-Namen angeben. Ihr braucht also nicht unbedingt neue themes in die System-Verzeichnisse eurer LaTeX-Distribution zu kopieren!

AnnArbor
Antibes
Bergen
Berkeley
Berlin
Boadilla
boxes
CambridgeUS
Copenhagen
Darmstadt
default
Dresden
Frankfurt
Goettingen
Hannover
Ilmenau

ilmenau
JuanLesPins
Luebeck
Madrid
Malmoe
Marburg
Montpellier
PaloAlto
Pittsburgh
Rochester
Singapore
Szeged
Warsaw
Verfasst von: Dietmar | Juni 27, 2008

Kile – ein richtig guter LaTeX Editor

Heute möchte ich kurz meinen Lieblings-Editor für LaTeX vorstellen: Kile.

Vor einiger Zeit bin ich darüber gestolpert, als ich nach einem LaTeX-Kurs einen guten Editor für Linux haben wollte. Kile ist äußerst komfortabel und bietet unter Anderem:

  • mitgelieferte Code-Schnipsel für article, beamer, HA-prosper, letter, report, etc… (man braucht also nur noch Inhalt reinzutippen und ggf. Themes hinzuzufügen)
  • code Autovervollständigung, schon während dem Tippen bekommt man Vorschläge, schließende Tags werden meist automatisch hinzugefügt. Zudem werden viele Optionen und Parameter gleich mit vorgeschlagen.
  • Eingabehilfen für die wichtigsten Sonderzeichen
  • Bei vielen Dingen, vor Allem Inhaltsverzeichnissen, muss man zweimal kompilieren (liegt an LaTeX). Oft merkt Kile das und kompiliert von sich aus ein zweites mal.

Hier erstmal ein Screenshot:

Der Cursor befindet sich gerade in der hervorgehobenen Zeile direkt hinter der schließenden geschweiften Klammer. Wie man sieht, wird sogar angezeigt, welche Klammer zu welcher gehört. Im linken Teil des Fensters hat es noch Tabs mit verschiedenen graphischen Symbolen, auf die man einfach klicken muss, damit der entsprechende Code in den LaTeX-Quelltext eingefügt wird. Auch sonst gibt es überall noch nützliche Funktionen. Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Editor anzuschauen. Ich habe in den LaTeX-Editoren, die ich bisher gesehen habe noch keine so gute Auto-Vervollständigung von LaTeX-Befehlen gesehen wie hier. Nur schade, dass es keine Windows-Version davon gibt, denn manchmal kommt man um das OS aus Redmond halt doch nicht drum herum.

Verfasst von: Dietmar | Juni 20, 2008

Präsentieren in Lack und Leder – Teil 1

Weil es für mich ziemlich praktisch wäre, mit LaTeX auch Präsentationen erstellen zu können, habe ich mir gedacht, ich arbeite mich einfach mal in das Beamer-Paket ein und schreibe eine Anleitung dazu. Ich versuche bewusst viel in Quelltexte zu verlagern. Es ist das Beste, einfach mal nebenher die Quelltexte zu kompilieren und mit ihnen zu spielen. So lernt man meines Erachtens am Meisten.

Was als Erstes auffält, ist dass die einzelnen Folien „frame“ genannt werden.

Hier nun erstmal der erste Quelltext mit den ganz grundlegenden Dingen:

%aha, wir haben es mit dem beamer-Paket zu tun…
\documentclass{beamer}

%eigentlich nichts Anderes, als bei anderen LaTeX-Dokumenten
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

\begin{document}

% man kann einen frame mit \frame{} kennzeichnen
\frame{
%mit diesem Kommando erzeugt man eine Titelseite
\titlepage
}

%man kann aber auch einen Frame mit begin und end kennzeichnen
\begin{frame}
Dies ist die erste Folie meiner tollen \LaTeX-Pr\“asentation.
\end{frame}

\end{document}

So haben wir schon mal die ersten Folien. Aber eine Art Inhaltsverzeichnis oder Themenübersicht kann auch für Präsentationen sehr nützlich sein. Dieses Thema hängt automatisch gleich zusammen mit so genannten Lesezeichen, die von vielen Anzeigeprogrammen am Rande des Dokuments angezeigt werden. Schauen wir uns einfach mal den entsprechenden Quelltext an:

\documentclass{beamer}
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}\begin{document}

\frame{\titlepage}

%die Punkte für die Inhaltsübersicht, diese Punkte sind
%auf den Folien jedoch nicht sichtbar

\section{Die ersten Folien}
%natürlich sind auch untergeordnete Punkte möglich
\subsection{die erste Folie}

\begin{frame}
%und das ist eine Überschrift, die auf der Folie, aber nicht
%in der Inhaltsübersicht angezeigt wird

\frametitle{erstens}
Dies ist die erste Folie meiner tollen \LaTeX-Pr\“asentation.
\end{frame}

\subsection{das da ist Folie zwei}
\begin{frame}
%noch eine Überschrift
\frametitle{zweitens}
Die zweite Folie\dots
\end{frame}

\section{Inhalt}
\begin{frame}
%eine Art Inhaltsübersicht
\tableofcontents
\end{frame}

\section{sonst was}
\subsection{ja ja}
\begin{frame}
lala
\end{frame}

\end{document}

Wenn man mit \tableofcontents und co arbeitet, dann muss man seinen Quelltext immer zwei mal kompilieren. Ist irgendwie eine Schwäche von LaTeX. Wie die Sache mit den Lesezeichen aussieht, könnt ihr hier sehen:

PDF-Lesezeichen in Foxit reader

Zu sehen ist ein Ausschnitt meines Bildschirms, wenn ich mir den obigen Quelltext als PDF im Foxit Reader anzeigen lasse. Man sollte diese sections nicht im Übermaß einsetzen, das kann etwas chaotisch werden. In der richtigen Menge ist das jedoch eine sehr schöne Sache.

Manche Leute möchten in ihrem Vortrag zu Beginn eines Inhaltsabschnitts nochmal die ganze Struktur aufzeigen. Das ist auch möglich, und zwar mit diesem Block, den ich hier neu einfüge:

\documentclass{beamer}
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

%code, der automatisch zu Beginn jeder section
%eingesetzt wird
\AtBeginSection[]
{
\begin{frame}<beamer>
\frametitle{\“Ubersicht}
%man kann eine der beiden folgenden Zeilen verwenden,
%der Unterschied liegt darin, was grau ist und was nicht
%\tableofcontents[currentsection,currentsubsection]
\tableofcontents[currentsection]
\end{frame}
}

\begin{document}

\frame{\titlepage}

\section{Die ersten Folien}
\subsection{die erste Folie}

\begin{frame}
\frametitle{erstens}
Dies ist die erste Folie meiner tollen \LaTeX-Pr\“asentation.
\end{frame}

\subsection{das da ist Folie zwei}
\begin{frame}
\frametitle{zweitens}
Die zweite Folie\dots
\end{frame}

\section{Teil zwei}
\subsection{das Erste im Zweiten}
\begin{frame}
laber laber laber laber
\end{frame}

\end{document}

Eine weitere Sache sind so genannte pause-sections, wenn man eine Folie Schritt für Schritt aufdecken will:

\documentclass{beamer}
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

\begin{document}

\begin{frame}
Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation
Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation Sensation
\bigskip

\pause

Grosse Sensation – Grosse Sensation – Grosse Sensation – Grosse Sensation – Grosse
Sensation – Grosse Sensation – Grosse Sensation – Grosse Sensation – Grosse Sensation –
Grosse Sensation – Grosse Sensation – Grosse Sensation
\bigskip

\pause
Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen
Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation –
Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation – Riesen Sensation
\end{frame}

\end{document}

Was natürlich auch noch fehlt, sind kleine Überschriften innerhalb einer Folie:

\documentclass{beamer}
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

\begin{document}

\begin{frame}

\begin{block}{Block 1}
block block block block block block block block block block block block block block block
block block block block block block block block block block block block block block block
block block block block block block block block block
\end{block}

\begin{block}{Block 2}
bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla
bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla
bla bla bla bla bla bla
\end{block}

\end{frame}

\end{document}

Oder wie wäre es denn mit einfachen Aufzählungen?

\documentclass{beamer}
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

\begin{document}

\begin{frame}

\begin{itemize}
\item eins
\begin{itemize}
\item eins punkt eins
\item eins punkt zwei
\end{itemize}
\item zwei
\item drei

\end{itemize}

\end{frame}

\end{document}

auch Spalten können sehr nützlich sein:

\documentclass{beamer}
\title{Meine ersten Versuche mit dem Beamer-Paket}
\author{ein \LaTeX user}

\begin{document}

\begin{frame}
\begin{columns}
\column{.5\textwidth}
Dies hier steht alles in der ersten Spalte. Es ist
nicht sehr informativ, was ich gerade schreibe,
aber es erf\“ullt seinen Zweck.
\column{.5\textwidth}
und das da steht alles in der anderen Spalte hier
\end{columns}
\end{frame}

\begin{frame}
\begin{columns}[t]
\column{.5\textwidth}
Dies hier steht alles in der ersten Spalte. Es ist
nicht sehr informativ, was ich gerade schreibe,
aber es erf\“ullt seinen Zweck. Der Text hier f\“ullt
sehr sch\“on diese Spalte hier\dots
\column{.5\textwidth}
und wenn man diese [t] Option verwendet,
dann ist es auch egal, ob die Spalten unterschiedlich
gef\“ullt sind
\end{columns}
\end{frame}

\end{document}

So, das wär’s erstmal. Als nächstes möchte ich mich dann erst einmal mit Designvorlagen beschäftigen, so genannten „themes“. Sobald ich da etwas Brauchbares zusammen habe, werdet ihr es in diesem Blog hier finden. Bis dahin erstmal viel Spaß beim Rumspielen mit LaTeX und dem „beamer package“.

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