Verfasst von: Dietmar | November 25, 2008

PDF-Dateien unter Ubuntu Linux und Windows erzeugen

PDF-Dateien sind eine sehr praktische Sache – praktisch Jeder kann sie öffnen und es ist in den meisten Fällen auch so, dass sie beim Empfänger genau so aussehen, wie vom Absender beabsichtigt. Zudem können sie nicht so ohne Weiteres verändert werden. Und noch schöner ist, dass es freie Software gibt, mit der sich diese Dateien problemlos erstellen lassen.

Kurz vorab: der gängigste Weg ist der, dass sich das Programm, welches PDFs erstellt wie ein Drucker ins System einklinkt. Das bedeutet, dass wir von allem, was wir drucken können, PDFs erstellen können. Das Zauberwort heißt Postscript. Postscript ist eine Möglichkeit, das Layout von Seiten zu beschreiben. Es gibt Drucker, denen man direkt ein Postscript-Dokument schicken kann und die es dann auch gleich so drucken. Unter Unix-ähnlichen Systemen wie Linux ist es sogar üblich, ein Postscript-Dokument zum Drucksystem zu schicken. Da es umfangreiche Werkzeuge gibt, aus Postscript PDFs zu erstellen, ist dies ein sehr häufig eingeschlagener Weg, PDFs zu erstellen.

1) Windows & Linux: OpenOffice

OpenOffice bringt seit einiger Zeit bereits eine eingebaute Möglichkeit mit, PDF-Dateien zu erzeugen. Man kann sogar PDF-Formulare damit erstellen, hier ist eine Anleitung dazu. Aus dem aktuellen OpenOffice-Dokument (egal ob Writer oder was anderes) kann man auf zweierlei Wege eine PDF-Datei manchen. Die erste Möglichkeit ist ein Klick auf das PDF-Symbol in der Menüleiste, neben den Druckern. Die andere Möglichkeit ist „Datei -> als PDF exportieren“.

2) Standard Druckmöglichkeiten unter Ubuntu

Hier gibt es einen netten Artikel bei ubuntuusers.de. Bis inclusive Ubuntu 8.04 brauchte man ein zusätzliches Paket cups-PDF, mit dem man in cups einen PDF-Drucker einrichten konnte. Seit Ubuntu 8.10 ist schon standardmäßig eine Möglichkeit installiert. Man wählt unter einer beliebigen Anwendung Datei -> Drucken

Ubuntu 8.10 - in (PDF-)Datei drucken

Ubuntu 8.10 - in (PDF-)Datei drucken

dann wählt man als Drucker „in Datei drucken aus, wählt den Speicherort und das Format (wie man sieht, kann man auch PsotScript erstellen) und kann sogar noch so Schnickschnack machen, wie mehrere Seiten auf eine Seite drucken. Das hat mir schonmal geholfen, als ich an einem Windows-System was ausdrucken wollte, wo diese Funktion nicht zur Verfügung stand.

3) PDF-Drucker unter Windows einrichten

Unter Windows gibt es als zum Beispiel den PDF creator von pdfforge. Das Paket steht unter der GPL und bringt alles mit, was man braucht. Es nistet sich wie ein Drucker ins System ein  und man kann von allen Anwendungen aus Datei -> Drucken wählen und muss dann nur noch als Drucker den „PDF creator“ auswählen, der dann gleich noch einige nette Einstellungsmöglichkeiten bietet. Der „Druck“-Dialog sieht dann so aus:

PDF creator Screenshot

PDF creator Screenshot

Ohne irgendwelche Einstellungen verändern zu müssen bekommt man mit diesem Programm gleich brauchbare Resultate. Auch die Installation verlief problemlos mit wenigen Mausklicks. Was das Programm braucht, bringt es mit. Durchaus empfehlenswert.

4) LaTeX

Ein Klassiker, wenn man PDF-Dokumente erstellen will, ist auch LaTeX. Allerdings muss man da die Dokumente komplett selbst layouten und quasi „programmieren“. Man kann damit keine vorliegenden Dokumente anderer Anwendungen in PDF umwandeln. Trotzdem wollte ich’s an dieser Stelle kurz erwähnen, weil es halt teilweise verdammt mächtige Funktionen bietet.

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