Verfasst von: Dietmar | Mai 8, 2009

Unter OpenOffice Writer Hoch- und Querformat mischen

Eine Funktion, die wahrscheinlich einige schon in ihrer Textverarbeitung vermisst haben, ist die Möglichkeit, Seiten im Hoch- und Querformat abwechselnd im Dokument zu verwenden. Lästig, dass man sich für das eine oder andere entscheiden musste. Doch dieses Ärgernis gehört mit der OpenOffice3-Erweiterung Alba der Vergangenheit an. Diese Erweiterung erlaubt es, nach Belieben Hoch- und Querformatsseiten ins Dokument einzufügen.

Installation:
Hier herunterladen. Am Besten gleich beim Download sagen, dass es mit OpenOffice geöffnet werden soll, ansonsten Extras -> Extension Manager -> Hinzufügen. Im Moment ist Alba (noch) nicht auf Deutsch verfügbar, aber das lässt sich noch verschmerzen.

Anwendung:
Nach der Installation findet man ein neues Menü Einfügen -> Landscape/Portrait, welches folgenden Dialog öffnet:

Alba-Dialogfenster

Alba-Dialogfenster

Apply to the current section:
Ändert alle Seiten bis zum nächsten Seitenumbruch, bei dem sich das Seitenformat ändert. Um ein Dokument zu erstellen, bei dem man die Auswirkung sehen kann, kann man ein neues Dokument erstellen, dann Einfügen -> manueller Umbruch und dort irgendeine Vorlage wählen. Nun sollte man eine Seite ohne Vorlage und eine mit irgendeiner Vorlage haben. Ändert sich im Dokument das Seiten-Vorlagenformat nie, dann ändert dieser Befehl das ganze Dokument.

Next page is landscape
Wenn man das mitten in einem Dokument macht, wird eine neue Seite im Querformat eingefügt und alle Seiten zwischen der eingefügten Seite und dem nächsten Wechsel der Seitenvorlage werden auch Querformat.
Wenn man das am Ende eines Dokuments macht, wird eine Querformatseite eingefügt. Sobald diese voll ist, geht es wieder im Hochformat weiter. Dies ist anders, wenn man das mitten im Dokument macht.

One landscape page inside the document
Wenn man diese Option wählt, wird eine Querformatsseite und danach gleich noch eine Hochformatsseite eingefügt.

Create a landscape page from the selection
Konvertiert Seiten ins Querformat.

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Verfasst von: Dietmar | April 9, 2009

Sprachen zur OpenOffice 3 Rechtschreibprüfung hinzufügen

Um ehrlich zu sein habe ich mir bisher OpenOffice3 noch nicht so genau angeschaut. Der Hauptgrund hierfür ist, dass es unter Ubuntu 8.10 noch nicht enthalten ist und ich mittlerweile kaum noch andere Betriebssysteme nutze 🙂

Heute habe ich mir aber unter Windows OpenOffice 3 installiert und muss feststellen, dass die Änderungen bei der Rechtschreibprüfung so gravierend sind, dass es angemessen ist, einen Beitrag zu schreiben. Dieser Beitrag soll so ne Art Zusammenfassung und Aktualisierung zugleich sein für zwei ältere zum gleichen Thema.

Openoffice 3 hat nun – ähnlich wie z.B. Firefox – ein System zum Management von Plugins, mit denen zusätzliche Funktionen hinzugefügt werden können. Hierzu zählt auch die Rechtschreibprüfung in Sprachen, die noch nicht mitgeliefert sind.

Die Seite mit den Erweiterungen:
http://extensions.services.openoffice.org/
Hier sind die Rechtschreibprüfungen aufgelistet:
http://extensions.services.openoffice.org/dictionary

Ich habe mir das Paket für Deutsch heruntergeladen und erstmal gespeichert. Man kann auch gleich sagen, dass OpenOffice es öffnen soll, falls der Browser das anbietet. Der Rest geht dann praktisch automatisch. Wenn man die Datei heruntergeladen hat und von Hand hinzufügen will, dann geht dies unter
Extras -> Extension Manager -> Hinzufügen
Der Link „Hier erhalten Sie weitere Extensions…“ öffnet nur die allgemeine Plugin Seite, die oben schon erwähnt ist.

Die Einstellung, in welcher Sprache die Rechtschreibprüfung erfolgen soll, geschieht praktisch wie bisher.  Man wähle Extras -> Optionen -> Spracheinstellungen -> Sprachen.

Rechtschreibprüfung unter OOO3

Rechtschreibprüfung unter OOO3

Wie schon aus vorigen Versionen gewohnt, ist es auch hier wieder so, dass die Sprachen für die Rechtschreibprüfungen installiert sind, durch ein kleines Häkchen gekennzeichnet sind. Ich wähle jetzt einfach mal Französisch aus. Wichtig ist auch hier wieder, dass man acht gibt, ob man die Änderung für alle neuen Dokumente anwenden will, oder nicht. Wenn man das nur für das aktuelle Dokument ändern möchte, dann muss man wie bisher ein kleines Häkchen setzen.

Einstellungen zur Rechtschreibprüfung unter OOO3

Einstellungen zur Rechtschreibprüfung unter OOO3

Nun habe ich ein leeres Dokument vor mir, dessen Inhalt nach französischer Rechtschreibung geprüft wird. Wenn man öfter mal was auf französisch (oder Englisch, Russisch, oder was auch immer…) schreiben will, dann kann man sich so ein leeres Dokument anlegen und als Vorlage abspeichern.

OOO3 - Vorlage Abspeichern

OOO3 - Vorlage Abspeichern

Damit kann man sich nämlich eine nette Bequemlichkeit einrichten: wenn man sich für jede benötigte Sprache so eine Datei anlegt, dann braucht man das nicht jedesmal über das Menü ändern, wenn man ein fremdsprachliches Dokument verfassen will. Zu den vorhandenen Vorlagen wird das Dokument von eben wie folgt hinzugefügt: Datei -> neu -> Vorlagen und Dokumente -> Verwalten -> in beiden Menüs „Dokumentvorlagen“ einstellen -> Befehle -> Vorlage importieren

Einstellungen für den Vorlagenimport

Einstellungen für den Vorlagenimport

Wenn alles geklappt hat, dann steht jetzt die Vorlage unter „Meine Vorlagen“ zur Verfügung:

Nach dem Import einer Vorlage

Nach dem Import einer Vorlage

Nun kann ich meine Standardsprache auf Deutsch belassen. Jedes mal, wenn ich einen französischen Text verfassen will, dann gehe ich einfach auf Datei -> neu -> Vorlagen und Dokumente -> meine Vorlagen -> französischer Text und erspare mir das Gefummel in den Spracheinstellungen.

Verfasst von: Dietmar | April 3, 2009

KDE-Anwendungen unter Windows nutzen

Seit einiger Zeit ist KDE auch für Windows verfügbar und mittlerweile gibt es auch eine Seite des KDE-Projekts, die sich mit eben diesem Thema befasst. Leider ist sie auf der KDE-Seite etwas versteckt. Die Adresse lautet http://windows.kde.org. Da es einige sehr gute Programme gibt, die bisher nur unter Linux verfügbar waren, lohnt es sich, mal einen Blick auf diese Möglichkeit zu werfen, KDE-Programme auch unter Windows nutzen zu können.

Das dort zum Download verfügbare Programm ist keine zwei Megabyte groß, es holt sich alles während der Installation aus dem Netz. Im Wesentlichen bin ich bei meiner Installation so vorgegangen, wie bei den Screenshots hier beschrieben ist: http://www.winkde.org/pub/kde/ports/win32/installer/manual/. Ich habe mich für die aktuellste „stable“-Version entschieden. Die Installation lief ohne Probleme zügig durch. Nur war hinterher keine funktionsfähige Installation vorhanden. Also habe ich das Setup-Programm nochmal gestartet und „select/unselect all“ angekreuzt. Nun wurden einige Anwendungsprogramme ausgewählt, aber nicht benötigte Lokalisierungen wurden nicht hinzugefügt. Das hab ich dann alles installieren lassen und gemerkt, dass das vielleicht doch ein wenig viel Zeugs war. Da kommt dann gleich noch das KDE-edu-Paket und alles Mögliche mit. Wer’s braucht… Jedenfalls sind jetzt Startmenüeinträge und alles da, daher war es letztendlich gut, den ganzen Kram zu installieren 😉

kate unter Windows Vista

kate unter Windows Vista

Wie man oben sieht, laufen die ersten KDE-Programme problemlos. Sogar kile, mein Lieblings-LaTeX-Editor wurde gleich mitinstalliert 🙂

Was noch zu erkunden ist, ist die Installation von nicht mitgelieferten KDE-Programmen und die Effekte, die die KDE-Installation auf die Systemgeschwindigkeit hat. Ich hatte subjektiv den Eindruck, dass das Vista-Laptop bei mir auf Arbeit nach der KDE-Installation etwas träge wurde, auch wenn gerade kein KDE-Programm lief. Aber das ist erstmal nur ein Eindruck, dem ich noch nicht weiter nachgegangen bin.

Verfasst von: Dietmar | Februar 25, 2009

Unter Linux die Systemzeit aktuell halten

Leider kann es immer wieder mal vorkommen, dass an einem Computer die Uhrzeit nicht mehr so ganz aktuell ist. Um dies zu beheben, wurde das Network Time Protocol (kurz: NTP, Homepage der Organisation) entwickelt. Mit diesem kann man im Internet problemlos entsprechende Server fragen, wie spät es gerade ist. Diese hängen meist an teuren Atomuhren und sollten für den Heimbedarf ausreichend genaue Zeit liefern 🙂

Das Programm, mit dem unter Linux die Systemzeit über NTP aktualisiert werden kann, heißt „ntpdate“. Die Server, die gefragt werden können, sind in sogenannten Pools organisiert. Es empfiehlt sich, solch einen Pool zu verwenden, diese werden immer aktualisiert und wenn ein Server mal nicht mehr geht, dann wird man über den Pool halt zu einem anderen verbunden. Eine Übersicht über die Pools gibt es hier.

Wenn man die Systemzeit aktualisieren will, hier mit irgendeinem Server aus dem europäischen Pool, dann zum Beispiel so:

sudo ntpdate europe.pool.ntpdate.org

mehrere Pools als Auswahl angeben? Geht so:

sudo ntpdate europe.pool.ntpdate.org north-america.pool.ntp.org

Natürlich lässt sich sowas auch automatisieren – unter meinem Ubuntu 8.10 wäre das zum Beispiel unter System -> Systemverwaltung -> Datum und Uhrzeit dort dann bei Konfiguration „Synchronisation mit Internet-Servern aufrecht erhalten“. Wenn man aber wie ich in der Lage ist, dass der Rechner (in diesem Fall ein altes Laptop) nicht dauerhaft an einer Internetverbindung hängt, die ntp-Anfragen gestattet, dann bringt einem diese automatische Synchronisation nicht unbedingt was.

Verfasst von: Dietmar | Januar 9, 2009

Unter Ubuntu zusätzliche Tastaturbelegung hinzufügen

Vielleicht hat ja jemand das gleiche „Problem“ wie ich und möchte unter Ubuntu Texte in verschiedenen Sprachen schreiben. Mit deutscher Tastaturbelegung lassen sich zwar viele andere Sprachen noch tippen, aber nicht alle. Schon Französisch hat ein paar Buchstaben, die man nicht so einfach eingeben kann, Russisch erst recht, da es ein ganz anderes Alphabet benutzt. Das ist unter Ubuntu 8.10 aber überhaupt kein Problem.

Man ruft folgendes Menü auf:
System -> Einstellungen -> Tastatur und dort dann die Rubrik „Belegungen“.

Tastatureinstellungen unter Ubuntu 8.10

Tastatureinstellungen unter Ubuntu 8.10

dort klickt man auf das Plus-Zeichen und sucht sich die Tastaturbelegung(en) aus, die man hinzufügen möchte.

Slowenische Tastaturbelegung

Slowenische Tastaturbelegung

Ich wollte in diesem Fall Slowenisch haben. Was eine nette Funktion ist, ist dass man sich hier die Tastaturbelegung auch ausdrucken kann. Das siehrt dann so aus. Zum Abschließen einfach „Hinzufügen“ anklicken.

Zusätzliches Tastaturlayout bei Ubuntu 8.10

Zusätzliches Tastaturlayout bei Ubuntu 8.10

Hier sieht man, dass jetzt eine zweite Tastaturbelegung zur Verfügung steht. Weil ich es von Windows her so gewohnt bin, dass das Umschalten der Tastatureinstellungen nur für das aktuelle Fenster gilt, habe ich „separate Belegung für jedes Fenster“ angekreuzt. Welche Tastenkombination zum Umschalten verwendet werden soll, kann man unter „other options“ festlegen:

weitere Tastaturbelegungseinstellungen unter Ubuntu

weitere Tastaturbelegungseinstellungen unter Ubuntu

Ich habe unter“layout switching“ alle Häkchen weg gemacht und dann „Alt + Shift“ angekreuzt. Damit verhält sich das Umschalten der Tastaturbelegung komplett wie unter Windows. Das Einzige, was mir an der Stelle noch gefehlt hat, war  etwas was die aktuellen Einstellungen anzeigt. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf die obere Menüleiste

Elemente dem Gnome-Panel hinzufügen

Elemente dem Gnome-Panel hinzufügen

und wählt dann „zum Panel hinzufügen“. Im folgenden Fenster

Tastaturindikator hinzufügen

Tastaturindikator hinzufügen

wählt man den „Tastaturindikator“ und klickt auf „hinzufügen“. Danach hat man eine kleine Anzeige im Panel. Wenn man die Position nicht mag, kann man noch mit der rechten Maustaste draufklicken und „verschieben“ wählen. An der Stelle, wo man den Indikator dann haben will, drückt man die linke Maustaste und fertig.

Verfasst von: Dietmar | November 25, 2008

PDF-Dateien unter Ubuntu Linux und Windows erzeugen

PDF-Dateien sind eine sehr praktische Sache – praktisch Jeder kann sie öffnen und es ist in den meisten Fällen auch so, dass sie beim Empfänger genau so aussehen, wie vom Absender beabsichtigt. Zudem können sie nicht so ohne Weiteres verändert werden. Und noch schöner ist, dass es freie Software gibt, mit der sich diese Dateien problemlos erstellen lassen.

Kurz vorab: der gängigste Weg ist der, dass sich das Programm, welches PDFs erstellt wie ein Drucker ins System einklinkt. Das bedeutet, dass wir von allem, was wir drucken können, PDFs erstellen können. Das Zauberwort heißt Postscript. Postscript ist eine Möglichkeit, das Layout von Seiten zu beschreiben. Es gibt Drucker, denen man direkt ein Postscript-Dokument schicken kann und die es dann auch gleich so drucken. Unter Unix-ähnlichen Systemen wie Linux ist es sogar üblich, ein Postscript-Dokument zum Drucksystem zu schicken. Da es umfangreiche Werkzeuge gibt, aus Postscript PDFs zu erstellen, ist dies ein sehr häufig eingeschlagener Weg, PDFs zu erstellen.

1) Windows & Linux: OpenOffice

OpenOffice bringt seit einiger Zeit bereits eine eingebaute Möglichkeit mit, PDF-Dateien zu erzeugen. Man kann sogar PDF-Formulare damit erstellen, hier ist eine Anleitung dazu. Aus dem aktuellen OpenOffice-Dokument (egal ob Writer oder was anderes) kann man auf zweierlei Wege eine PDF-Datei manchen. Die erste Möglichkeit ist ein Klick auf das PDF-Symbol in der Menüleiste, neben den Druckern. Die andere Möglichkeit ist „Datei -> als PDF exportieren“.

2) Standard Druckmöglichkeiten unter Ubuntu

Hier gibt es einen netten Artikel bei ubuntuusers.de. Bis inclusive Ubuntu 8.04 brauchte man ein zusätzliches Paket cups-PDF, mit dem man in cups einen PDF-Drucker einrichten konnte. Seit Ubuntu 8.10 ist schon standardmäßig eine Möglichkeit installiert. Man wählt unter einer beliebigen Anwendung Datei -> Drucken

Ubuntu 8.10 - in (PDF-)Datei drucken

Ubuntu 8.10 - in (PDF-)Datei drucken

dann wählt man als Drucker „in Datei drucken aus, wählt den Speicherort und das Format (wie man sieht, kann man auch PsotScript erstellen) und kann sogar noch so Schnickschnack machen, wie mehrere Seiten auf eine Seite drucken. Das hat mir schonmal geholfen, als ich an einem Windows-System was ausdrucken wollte, wo diese Funktion nicht zur Verfügung stand.

3) PDF-Drucker unter Windows einrichten

Unter Windows gibt es als zum Beispiel den PDF creator von pdfforge. Das Paket steht unter der GPL und bringt alles mit, was man braucht. Es nistet sich wie ein Drucker ins System ein  und man kann von allen Anwendungen aus Datei -> Drucken wählen und muss dann nur noch als Drucker den „PDF creator“ auswählen, der dann gleich noch einige nette Einstellungsmöglichkeiten bietet. Der „Druck“-Dialog sieht dann so aus:

PDF creator Screenshot

PDF creator Screenshot

Ohne irgendwelche Einstellungen verändern zu müssen bekommt man mit diesem Programm gleich brauchbare Resultate. Auch die Installation verlief problemlos mit wenigen Mausklicks. Was das Programm braucht, bringt es mit. Durchaus empfehlenswert.

4) LaTeX

Ein Klassiker, wenn man PDF-Dokumente erstellen will, ist auch LaTeX. Allerdings muss man da die Dokumente komplett selbst layouten und quasi „programmieren“. Man kann damit keine vorliegenden Dokumente anderer Anwendungen in PDF umwandeln. Trotzdem wollte ich’s an dieser Stelle kurz erwähnen, weil es halt teilweise verdammt mächtige Funktionen bietet.

Verfasst von: Dietmar | November 1, 2008

Bilder speichern mit Firefox

Auf manchen Seiten ist es leider durch mehr oder weniger lächerliche Maßnahmen unterbunden, Bilder herunterzuladen. So ist zum Beispiel unter Studivz meist nicht möglich, Bilder aus Fotoalben direkt herunterzuladen. Eine Umgehungslösung wäre, die Seite komplett mit  Bildern abzuspeichern (Datei -> Seite speichern unter, „Webseite komplett“ auswählen) und dann die Bilder aus dem entsprechenden Verzeichnis herauszusuchen.

Diese Arbeit kann man sich mit einem netten kleinen Firefox-Plugin sparen. Das Plugin heißt Screen grab! und kann komplette Seiten oder Teile davon als Screenshot speichern. Nach der Installation ist Screengrab! an zwei Stellen zu finden: im Kontextmenü und rechts unten im Fenster, wo auch all die anderen Plugins sind. Der Funktionsumfang ist jeweils der gleiche. Man kann ganze Seiten, wahlweise auch nur Teile davon als Bild entweder abspeichern oder in die Zwischenablage kopieren:

Screengrab! Menü

Screen grab! Menü

Interessant ist auch, dass dies mit der kompletten Seite klappt, nicht nur mit dem Teil, den man gerade am Bildschirm angezeigt bekommt. Ich habe das eben mit der Startseite von Wikipedia ausprobiert, bei der ich weit runter scrollen muss, bis ich ans Ende der Seite komme. Aber es funktioniert auch wunderbar, wenn man nur einen Teil der Seite als Screenshot speichern will:

Screengrab! - auswählen, was kopiert werden soll

Screen grab! - auswählen, was kopiert werden soll

Auch wenn die Farbgebung vielleicht nicht jedermanns Sache ist, so erfüllt die Funktion klar ihren Zweck. Der dunklere  Bereich wird hier wahlweise in die Zwischenablage kopiert oder als Bild abgespeichert.

Die Optionen sind unter „Extras -> Addons -> Screen grab!“ zu finden. Man kann im Moment noch nicht so viel einstellen, aber die Standardeinstellungen (siehe Screenshot) reichen schon aus, um vernünftige Resultate zu erzielen.

Screen grab! Optionen

Screen grab! Optionen

Alles in allem ein empfehlenswertes Plugin. Die Projekt-Homepage ist www.screengrab.org, installieren geht jedoch sehr einfach über die Mozilla plugin Seite.

Verfasst von: Dietmar | Oktober 21, 2008

Syntaxbäume unter LaTeX mit qtree

Da ich es in nächster Zeit vermutlich selbst öfter brauchen werde, habe ich beschlossen, die wichtigsten Dinge über qtree zusammenzutragen.

Wer beispielsweise MikTeX unter Windows nutzt, der hat wohl keine Probleme, weil sich die Distribution alles aus dem Internet holt, was sie braucht. Unter Ubuntu braucht man zusätzlich zum Paket texlive noch die Pakete texlive-humanities und texlive-pictures, damit qtree überhaupt funktioniert.

Alles, was mit \Tree anfängt ist bei mir eine Zeile, auch wenn unten teilweise ein Zeilenumbruch angezeigt wird. Leerzeichen innerhalb dieser Zeile sind teilweise sehr wichtig, damit der Code läuft.

Ein einfacher Baum könnte dann z.B. so aussehen:

documentclass[a4paper,10pt]{article}
\usepackage{qtree}

\begin{document}
\Tree [.XP [.XP [.X tri ] [.YP [.Y tra ] ] ] [.Z trullala ] ]
\end{document}

Wenn man bestimmte Dinge zusammenfassen möchte, sieht die Codezeile so aus:

\Tree [.XX [.XP [.X‘ [.X tri ] [.YP [.Y tra ] ] ] [.X trullala ] ] \qroof{das Kasperle}.X ]

Hoch- und tiefgestellte Zahlen und Buchstaben funktionieren so:

\Tree [.XX [.XP [.X_a [.X tri^1 ] [.YP [.Y tra^2 ] ] ] [.X trullala^3 ] ] \qroof{das Kasperle^4}.X ]

Zeilenumbruch mit doppeltem Backslash:

\Tree [.XX [.XP [.X_a [.X tri^1 ] [.YP [.Y tra^2 ] ] ] [.X trullala^3 ] ] \qroof{das\\ Kasperle^4}.X ]

Pfeile dürfen auch nicht fehlen. Hier gibt es allerdings eine kleine Einschränkung: wenn man Pfeile verwendet, dann kann man nicht direkt PDFs erzeugen. Man muss erst die LaTeX-Quellen als .dvi-Datei kompilieren und diese dann irgendwie in PDF umwandeln. Soweit kein Hexenwerk, aber wer Ubuntu verwendet, für den liegt hier noch eine kleine Überraschung verborgen: evince, das Programm, welches standardmäßig verwendet wird um DVI-Dateien anzuzeigen, kann diese Dateien nicht korrekt darstellen. Ich verzweifelte fast, als ich eigentlich alles richtig gemacht habe, aber mein Syntaxbaum plötzlich keine sichtbaren Äste mehr hatte. Ich kann also nur dringend empfehlen, kdvi zu installieren und damit die Ergebnisse zu betrachten. Unter kdvi sollte man dann allerdings davon absehen, die PDF-Exportfunktion zu verwenden, da dies hinterher wieder so auszusehen scheint, wie die dvi-Datei unter evince. Lieber File -> Print -> Print to file (PDF). Das sieht dann als PDF auch unter evince ordentlich aus. Mir hat dies einige neue Erfahrungen und etliche graue Haare beschert 😉

Man muss innerhalb des Baumes Knoten definieren, denn nur solche Knoten lassen sich verbinden. Die Syntax ist \node{Knotenname}{Beschriftung} und aussehen könnte das z.B. so:

\documentclass[a4paper,10pt]{article}
\usepackage{qtree}
\usepackage{tree-dvips}

\begin{document}

\Tree [.XP [.XP [.X \node{von}{tri} ] [.YP [.Y \node{ueber}{tra} ] ] ] [.Z \node{nach}{trullala} ] ]

\anodecurve[bl]{von}[b]{ueber}{0.3in}
\anodecurve[b]{ueber}[br]{nach}{0.5in}

\end{document}

Solch hübsche runde Pfeile bekommt man dann mit
\anodecurve[OrtAmStartknoten]{Startknoten}[OrtAmEndknoten]{Endknoten}{Krümmung}

[OrtAm…] – hier kann man einstellen, ob es [l] links, [bl] unten links, [b] unten Mitte, [br] unten rechts, [r] rechts, [tr] oben rechts, [t] oben Mitte oder [tl] oben links losgehen oder enden soll. Die Unterschiede sieht man in obigen Beispiel zwischen [bl]-tri, [b]-tra und [br] trullala.

{Krümmung} – mit dieser Zahl kann man manipulieren, wie stark der Pfeil gekrümmt werden soll. Die Zahl kann auch negativ sein.

Es gibt auch gestrichelte Pfeile. Der Baum hier ist zwar noch größerer Schwachsinn, als die vorigen, aber erfüllt seinen Zweck 🙂

\documentclass[a4paper,10pt]{article}
\usepackage{qtree}
\usepackage{tree-dvips}

\begin{document}

\Tree [.XP [.XP [.X tri ] [.\node{ueber}{YP} [.Y \node{von}{tra} ] ] ] [.\node{nach}{Z} trullala ] ]

{\makedash{2.3pt}\anodecurve[r]{von}[r]{ueber}{.15in}}
{\makedash{4pt}\anodecurve[r]{ueber}[l]{nach}{.4in}}

\end{document}

Von „tra“ über „YP“ nach „Z“. Wie man sieht, bewirkt eine kleinere Zahl im makedash-Befehl, dass der Pfeil feiner gestrichelt wird.

Zum Schluss noch eine Kleinigkeit zum Rumspielen, und zwar eckige Pfeile:

\Tree [.XP [.XP [.X \node{nach}{tri} ] [.\node{ueber}{YP} [.Y tra ] ] ] [.Z \node{von}{trullala} ] ]

\abarnodeconnect[-45pt]{von}{nach}

Das Ganze gibt es ausführlicher (aber auf Englisch) unter ctan.org, und zwar insbesondere in den Dateien qtreenotes.pdf und qarrows.pdf

Verfasst von: Dietmar | Oktober 13, 2008

Flash Cookies – Cookies der nächsten Generation

Neulich habe ich von eBay eine Mitteilung gelesen, dass künftig die Computer der Benutzer eindeutig identifiziert werden sollen. Es hat mich doch sehr gewundert, wie sie das hinkriegen wollen. Die Antwort, die ich bekommen habe lautet: Flash Cookies. Bis dato wusste ich garnicht, dass es sowas gibt. Die Dinger sind relativ fies.

Herkömmliche Cookies kennen vermutlich sehr viele von euch. Es handelt sich hierbei um Informationen, die auf dem Rechner gespeichert werden. Für manche Dinge kann es nützlich sein, zum Beispiel wenn man nachvervolgen will, ob im Moment eine Anmeldung bei webmail besteht, oder ob man der ist, der sich bei einem Internetkaufhaus gerade irgendwas bestimmtes in den Warenkorb gelegt hat. Man kann die Cookies auch auf dem Rechner des Users belassen und bei seinem nächsten Besuch feststellen, dass er seine Suchmaschine lieber in klingonischer Sprache haben will und diese Einstellung dem Cookie entsprechend vornehmen. Man kann die Cookies auch dazu nutzen, dass man den User durchsichtiger macht und beispielsweise nachvollzieht, welche Seiten so besucht werden. Wenn man dann feststellt, dass jemand viele Informationen zu Fußball abruft, kann man diesen dann gezielt mit Sportartikelwerbung nerven. Und da fängt es an, unangenehm zu werden. Also ich persönlich stehe nicht darauf, im Internet ausspioniert zu werden. Das schöne ist, dass ich meinem Firefox-Browser sagen kann, dass er alle Cookies immer dann löschen soll, wenn ich den Browser schließe. Auf diese Weise wähnte ich mich bis vor kurzem auf der sicheren Seite. Aber halt! Es gibt ja noch Flash Cookies, auch Local shared Objects genannt.

Diese lieben kleinen Burschen weisen ein paar interessante Unterschiede zu den herkömmlichen Cookies auf:

  • sie haben kein Verfallsdatum. Idealerweise bleiben sie so bis zum Sankt Nimmerleinstag auf dem Rechner des Benutzers gespeichert.
  • Man kann sie mit Bordmitteln des Browsers nicht löschen.
  • Adobes Flash-Player bringt keine Funktion mit, mit der diese Cookies vom Benutzer selbst verwaltet werden können. Man muss eine Seite von Adobe besuchen, um dies zu tun. Vielen Dank auch!

Welche Seiten benutzen Flash Cookies? Hier ein paar Beispiele:

  • youtube – War ja wohl klar, oder? Gehört ja schließlich zu Google.
  • eBay hat angekündigt, dies einzusetzen, aber in meinem Fall konnte ich gerade nichts erkennen, nachdem ich auf einen Artikel ein Gebot abgegeben habe.
  • sevenload – eine Videoseite, youtube ähnlich
  • GMX-Videoportal
  • grundsätzlich könnte es jede Seite sein, die Flash nutzt

Im entsprechenden Wikipedia-Artikel sind die Verzeichnisse genannt, in denen diese Flash-Cookies abgespeichert werden, ich verzichte jetzt einfach mal auf plumpes Abtippen.

Unter Firefox kann man sich das Verwalten dieser Flash Cookies erleichtern. Es gibt ein Plugin namens Better Privacy, das per Standardeinstellungen die lästigen Dinger beim Start von Firefox eliminiert. Zu bekommen ist dieses Plugin z.B. bei Mozilla.com und bei softpedia.com. Bei Mozilla.com ist das Plugin noch als experimentell gekennzeichnet, weshalb man es nur nach Registrierung herunterladen darf. Bei Softpedia bekommt man das Plugin zum Download, aber es installiert sich nicht automatisch wie bei addons.mozilla.com. Man lade es sich einfach herunter und ziehe die Datei dann per Drag-and-Drop in ein geöffnetes Browserfenster. Danach Firefox neu starten und freuen. Ich übernehme keine Garantie für diese Software. Jedoch habe ich sie gerade selbst installiert und auf den ersten Blick scheint alles zu klappen: Ich habe gezielt eine Seite besucht, die bei mir ein Flash-Cookie gesetzt hat. Danach habe ich Firefox neu gestartet und siehe da: das Cookie war weg. So isses recht 🙂 Mehr Funktionen gibt es dann unter „Extras -> Better Privacy“. Zum Beispiel die Möglichkeit, dass die Dinger nach einer gewissen Zeit gelöscht werden, ohne, dass man Firefox neu starten muss. Standard ist 2 Stunden. Ein vielversprechendes Plugin 🙂

Verfasst von: Dietmar | Oktober 10, 2008

OpenOffice kann jetzt auch docx, pptx und xslx

Mittlerweile wurde ich ziemlich neugierig, was das angekündigte OpenOffice 3 an neuen Funktionen usw. bringen wird. Installieren wollte ich es im Moment noch nicht, deswegen habe ich mir die Beta2 von portableapps.com heruntergeladen. Es handelt sich hierbei um eine Version, die nur entpackt werden braucht. Eine Installation ist nicht nötig.

Die für mich auf den ersten Blick bemerkenswerteste Neuerung ist die Unterstützung von Microsofts Office-XML-Format. Bisher sah ich mich „leider“ gezwungen, Leute um eine andere Dateiversion zu bitten, wenn ich eine solche Datei (.docx, .pptx und .xslx) zugeschickt bekam 🙂  Um den Microsoft-XML Import ein wenig zu testen habe ich mir mal bei exalead eine Beispieldatei gesucht. Diese war 911kb groß und beinhaltete 31 Seiten, einige Grafiken, farblich hinterlegte Rahmen und am Anfang ein Inhaltsverzeichnis mit Links. An dem Uni-Rechner, an dem ich gerade sitze gibt es „nur“ eine MS-Office 2003 (SP3) Installation. Daher müssen auch bei MS-Office XML-Dateien beim Öffnen konvertiert werden. Inwiefern das zwischen den einzelnen MS-Office-Versionen einen optischen Unterschied macht, kann ich nicht sagen. Es gibt jedoch ein paar optische Unterschiede zwischen MS-Office und OpenOffice.

Vergleich1

Vergleich1: der Titel des Dokuments

Vergleich2

Vergleich2: das Inhaltsverzeichnis

Diese beiden Screenshots stammen von ein und demselben Rechner, auch das Dokument ist das gleiche. In MS-Office ist es als schreibgeschützte Kopie geöffnet, da ich die Datei zuvor schon in OpenOffice geöffnet habe. Es fällt bereits hier auf, dass bestimmte Layout-Details deutlich unterschiedlich aussehen. Am Ende des Inhaltsverzeichnisses scheint ein Seitenumbruch zu sein. OpenOffice, das hier viel größere Schrift verwendet, nimmt dies zum Anlass, eine leere Seite einzufügen. Das Inhaltsverzeichnis benötigt in MS-Office so etwa acht Zeilen weniger als in OpenOffice, plus die bereits angesprochene leere Seite.

Ganz optimal ist der Import zwar (noch?) nicht, jedoch muss man klar sehen, dass Microsoft auch überhaupt kein Interesse daran hat, dass die Office-XML-Dokumente auch in anderen Anwendungen perfekt aussehen. Der Informationsaustausch ist jedoch gewährleistet und was das Layout betrifft sieht man wie es aussieht zumindest noch, was ungefähr gemeint war. Jedenfalls freue ich mich schon auf die endgültige OpenOffice-Version 3.

Eine ausführliche, offizielle Liste (auf deutsch) mit den neuen Funktionen in Ooo3 findet sich hier.

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