Leider kann es immer wieder mal vorkommen, dass an einem Computer die Uhrzeit nicht mehr so ganz aktuell ist. Um dies zu beheben, wurde das Network Time Protocol (kurz: NTP, Homepage der Organisation) entwickelt. Mit diesem kann man im Internet problemlos entsprechende Server fragen, wie spät es gerade ist. Diese hängen meist an teuren Atomuhren und sollten für den Heimbedarf ausreichend genaue Zeit liefern
Das Programm, mit dem unter Linux die Systemzeit über NTP aktualisiert werden kann, heißt „ntpdate“. Die Server, die gefragt werden können, sind in sogenannten Pools organisiert. Es empfiehlt sich, solch einen Pool zu verwenden, diese werden immer aktualisiert und wenn ein Server mal nicht mehr geht, dann wird man über den Pool halt zu einem anderen verbunden. Eine Übersicht über die Pools gibt es hier.
Wenn man die Systemzeit aktualisieren will, hier mit irgendeinem Server aus dem europäischen Pool, dann zum Beispiel so:
sudo ntpdate europe.pool.ntpdate.org
mehrere Pools als Auswahl angeben? Geht so:
sudo ntpdate europe.pool.ntpdate.org north-america.pool.ntp.org
Natürlich lässt sich sowas auch automatisieren – unter meinem Ubuntu 8.10 wäre das zum Beispiel unter System -> Systemverwaltung -> Datum und Uhrzeit dort dann bei Konfiguration „Synchronisation mit Internet-Servern aufrecht erhalten“. Wenn man aber wie ich in der Lage ist, dass der Rechner (in diesem Fall ein altes Laptop) nicht dauerhaft an einer Internetverbindung hängt, die ntp-Anfragen gestattet, dann bringt einem diese automatische Synchronisation nicht unbedingt was.
