Heute geht es um die IDE (integrated development environment – integrierte Entwicklungsumgebung), mit der ich meine ersten Schritte unter Java unternommen habe. Es ist keine IDE mit vielen tollen Funktionen, auch Autovervollständigung ist nicht enthalten. Die Benutzeroberfläche ist jedoch extrem übersichtlich, weswegen sich das Programm sehr gut für Java-Anfänger eignet.
Auf www.drjava.org gibt es mehrere Pakete zum Herunterladen: eine Windows-Applikation, eine Mac-Applikation und eine jar-Datei. Mein Favorit ist die Jar-Datei. Die braucht man nur herunterladen und anklicken. Völlig unabhängig vom Betriebssystem. Die J2SE sollte installiert sein. Meine Dozenten haben was erzählt, sie hätten schon mit Java Version 6 in Verbindung mit DrJava Probleme gehabt und ziehen deswegen Version 5 vor, diese Probleme kann ich jedoch mit der aktuellsten Version bei mir nicht nachvollziehen.
Beim ersten Start ist es ganz wichtig, unter Edit -> Preferences -> Resource locations anzugeben, wo sich die Datei tools.jar befindet. Nur so kann DrJava richtig funktionieren. Das im Screenshot ist, wo das bei mir unter ubuntu liegt. Bei euch ist das möglicherweise ganz anders.
DrJava nimmt einem beim Programmieren ein wenig was mit der Einrückung ab, wenn man Klammern öffnet und schließt. Das ist schonmal sehr schön. Eine Funktion, die mir aber mit Abstand am Besten gefällt ist das “Interactions” panel. Hier kann man richtig schön mit Java rumspielen. Wenn man kleine Eigenheiten und Eigenschaften von Java ausprobieren möchte, dann ist das eine sehr angenehme Sache.
Wie man sieht, kann man Java Kommandos eingeben, die sofort ausgeführt werden. Wenn man die ganzen Variablen und so wieder los haben möchte, dann klickt man einfach ganz oben in der Menüleiste auf “Reset”, dann wird das ganze Interactions panel samt Inhalt und Variablen zurückgesetzt.
Man kann auch Projekte mit DrJava anlegen, wenn man das macht, bekommt man die Möglichkeit, relativ einfach Jar-Dateien zu erstellen.
Alles in allem kann ich DrJava für Leute empfehlen, die Java lernen möchten. Für den Anfang ist nicht mehr als nötig zu sehen, so kann man auch nicht durch eine überladene Oberfläche verwirrt werden. Einfache shell-Programme laufen direkt im interactions panel ab. Meist kann man dann auch Programme, die nicht ganz wie geplant laufen mit dem Reset-Knopf in der Menüleiste beenden. Nachdem ich ein Semester Java hinter mir hatte, habe ich allerdings angefangen statt mit DrJava mit Eclipse und später NetBeans zu programmieren. Ich bereue jedoch nicht, am Anfang mit DrJava gearbeitet zu haben.




[...] Review of DrJava on a Dietmar Fiesel’s blog (in German) [...]
Von: A Concurrent Affair » Blog Archive » Another DrJava User Site and Review am September 25, 2008
um 8:11 nachmittags